Kameraüberwachung macht Freiburg nicht sicherer

Im Januar oder Februar wird die Videoüberwachung in der unteren Bertoldstraße und im sogenannten Bermudadreieck in Betrieb gehen. Die Datengrundlage, auf die die Freiburger Polizei die Überwachungsmaßnahme stützt, ist äußerst mau und würde einer rechtlichen Prüfung voraussichtlich nicht standhalten. Die Kameras werden keine Straftat verhindern. Stattdessen schaffen sie ein Klima der Angst. Weiterlesen

Stadt-für-Alle-Nachrichten (Rückblick vom 15. November bis 15. Dezember)

Nun sind sie wieder da, die „Stadt für Alle“ Nachrichten aus Freiburg und der Welt. Wer nicht lesen will, kann sie hier bei RDL nachhören.

[FR] OBDACHLOSER VERSTIRBT AM STADTTHEATER
Am 30. November ist in der Freiburger Sedanstraße, direkt vor dem Stadttheater, ein 51-jähriger Mann verstorben. Eine Reanimation war nicht erfolgreich. Es soll sich bei ihm um einen in der Stadt bekannten Obdachlosen gehandelt haben. Laut Polizei wurde kein „klassisches Erfrieren attestiert“. Ob die Kälte beim Tod mitten in der Innenstadt trotzdem eine Rolle gespielt hat, kann nur vermutet werden. Weiterlesen

Spendenaufruf für die angeklagten Hausbesetzer*innen

Im letzten Jahr wurden von der Kampagne WG (Wohnraum gestalten) eine Reihe leerstehender Häuser in Freiburg besetzt. Die Gründe des Leerstandes waren vielfältig und reichten von der Entmietung und Verdrängung der alten Bewohner*innen über Leerstand von kommunalen & landeseigenen Immobilien bis zum jahrelangen Leerstand durch Privatvermieter*innen bei gleichzeitigem Wohnraummangel in der ganzen Stadt.

Die aufsehenerregenden Besetzungen erzeugten ein großes Echo in der Kommunalpolitik, aber auch eine Welle von Repressalien seitens der Staatsmacht. Eine größere Zahl von Aktivist*innen sieht sich aktuell Strafbefehlen und Prozessen aufgrund von Hausfriedensbruch und anderer mit den Besetzungen in Zusammenhang stehender Delikte konfrontiert.
Diese Kriminalisierung von politischen Aktionen soll einerseits die Aktionen an sich als unpolitisch & „kriminell“ darstellen, andererseits die betroffenen Aktivist*innen von weiterem politischen Engagement
abhalten und „Nachahmungstäter“ abschrecken. Weiterlesen

Hausverbot bei der Vonovia nach Vortrag in Freiburg

Am 20. November referierte der Vonovia Experte Knut Unger vom MieterInnenverein Witten auf Einladung des Netzwerks Recht auf Stadt im Stadtteilbüro Weingarten über Geschäftspraktiken von Deutschlands größten Immobilienkonzern und dem Widerstand von Vonovia MieterInnen. Infolge der Veranstaltung hat sich auch in Freiburg eine Vernetzung von Vonovia MieterInnen gebildet, die in der nächsten Zeit noch von sich hören lassen wird. Die Vonovia reagiert nun auf ihre ganz eigene Art auf die Kritik an undurchsichtigen Nebenkostenabrechnungen, Modernisierungen und steigenden Mieten. Der größte deutsche Immobilienkonzern führt ein Interview von Knut Unger bei Radio Dreyeckland an, um ihm ein Hausverbot in den Geschäftsräumen zu geben. Der Mietervereinsmitarbeiter habe im Interview im Zusammenhang mit Nebenkosten von „Fälschungen“ gesprochen. Weiterlesen

Der Krieg gegen die Armen geht weiter: Die Würde des Menschen ist unantastbar – minus 30 Prozent!

Hartz IV darf weiter gekürzt werden – aber nicht mehr bei allen und so stark. 30 % unter dem, viel zu geringen, ExistenzMINIMUM hält das Bundesverfassungsgericht für nicht verfassungswidrig. Das Arbeitsmarktregime und dessen menschenverachtend kapitalistischen Ideologie der Hartz-Gesetze sind noch lange nicht tot! Weiterlesen