Genossenschaften? Von Unten!

„Nicht jede eingetragene Genossenschaft ist von ihrer sozialen Ausgestaltung genossenschaftlich,“ das sagt der in Freiburg wohnende ‚Genossenschafts-Papst‘ Burghard Flieger1. In Berlin hat sich daher die In­itiative Genossenschaft von Unten gegründet, um „ihre“ Wohn-Genossenschaften wieder zu demokrati­sieren und der  zunehmenden Gewinnorientierung den Gedanken der Solidarität und Mitbestimmung entge­genzustellen. Diese Solidarität beschränkt sich nicht nur auf die eigenen „GenossInnen“, sondern sieht in den Genossenschaften auch eine Möglichkeit, als sozi­alpolitisches Instrument auf den gesamten Wohnungs­markt der Stadt mietpreisdämpfend zu wirken. Und in Freiburg? Kannst du in deiner Genossenschaft wirklich mitbestimmen? Handelt deine Genossenschaft in sozialem oder nur in Eigeninteresse? Fragen, die sich Freiburger GenossInnen einmal stellen sollten…

Mehr Infos www.genossenschaft-von-unten.eu

1 Expertise von Dr. Burghard Flieger: Das Miethäuser Syndikat. Hintergrund und Entstehung – Bausteine des Modells – genos­senschaftliche Merkmale – Übertragbarkeit für genossenschaftliches Wohnen.

STADT-FÜR-ALLE-NACHRICHTEN (07/09 – 2012

KEIN WOHNBERECHTIGUNGSSCHEIN FÜR FLÜCHTLINGE
Trotz der immer wieder verkündeten Ab­sichtserklärungen, Flüchtlinge dezentral in normalen Wohnungen unterbringen zu wollen, hat die Stadt Freiburg Berufung gegen ein Urteil eingelegt, das gerade dieses ermöglichen würde. Eine Frau hat sich erfolgreich einen Wohnberechti­gungsschein erstritten, von dem Flücht­linge strukturell ausgeschlossen waren. Dieser ist Voraussetzen um eine Sozial­wohnung beziehen zu können. (rdl.de) Weiterlesen

STADT-FÜR-ALLE-NACHRICHTEN (06/07 – 2012)

Freiburg hat 50 Einkommensmillio­näre – Lohnschere in der BRD wird größer
Das statistische Landesamt hat am 9. Juli bekanntgegeben, dass im Jahr 2007 in Freiburg 50 Einkommensmillionäre ver­steuert wurden. Angesichts des Wohnsitz der beiden Krauss-Maffei-Wegmann-Eigner Rüdiger und Volkmar Braunbeh­rens und ihres aus Panzerdeals erworbe­nen Einkommens (www.25000-euro.de) kann davon ausgegangen werden, dass die Namen von zwei der Millionäre be­kannt sind. Währenddessen zeigen neue Zahlen der Organisation für wirtschaftli­che Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), dass die Lohnschere von Viel- und Niedrigverdienern in Deutschland  weiter auseinander driftet. Die Ungleich­heit bei den Einkommen nahm trotz niedriger Arbeitslosigkeit zu; die OECD führt dies auf Mini-Jobs, Zeitarbeit und zurückgegangene Tarifbindungen zurück. Weiterlesen

Freiburg – Stadt für Alle?! – Zeitung Aug./Sep. 2012

Nun habt ihr die bereits dritte Ausgabe der „Stadt für Alle?! “ – Zeitung vor den Augen!

Ihr könnt sie wie immer entweder gedruckt als Teil der Straßenzeitung FREIeBÜRGER lesen (wird an allen möglichen Ecken Freiburgs verkauft) oder hier als pdf.

Diesmal wieder dabei: ein Schwerpunkthema (Mietkosten in Freiburg – was heißt sozial gerechtes Wohnen?), Stadt-für-Alle-Nachrichten aus Freiburg und der Welt, sowie ein fortlaufendes Glossar zu wohnpolitisch relevanten Begriffen („Sozialauftrag: Sozialmieter zahlen Marktmie­ten!?„).
Die Begriffserklärungen werdet ihr gesammelt auch auf der RaS-Homepage finden unter “Stadtpolitik von A bis Z” (im Aufbau).

Der FREIeBÜRGER macht Sommerpause und dem schließen wir uns an und sind dann im Oktober wieder mit einer neuen Ausgabe da.

„Stadt für Alle?! “ – Redaktion

Mietkosten in Freiburg – was heißt sozial gerechtes Wohnen?

Ein Dach über dem Kopf zu haben ist eines der zentralen Grundbedürfnisse des Menschen und rangiert von der Dringlichkeit her nicht weit nach dem Bedürfnis nach ausreichender Ernährung. Während es in Deutschland allein mehrere hunderttausend von Obdachlosigkeit betroffene Menschen gibt, ist jedoch auch die Situation derjenigen nicht unbedingt problemfrei, die eine Wohnung zur Miete gefunden haben. Die Kosten einer Wohnung (Miete und Nebenkosten, v.a. Energiekosten), sind vielfach eine hohe Belastung für das Haushaltsbudget, selbst für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen. Weiterlesen